
Steuerlich wird bei der privaten Krankenversicherung sehr genau hingeschaut. Entscheidend ist nicht, welchen Tarif jemand abgeschlossen hat, sondern welche Leistungen dahinterstehen.
Konkret heißt das, dass nur der Teil der Beiträge anerkannt wird, der Leistungen auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung abdeckt. Dieser Anteil wird als Basiskrankenversicherung bezeichnet. Alles, was darüber hinausgeht, fällt steuerlich erst einmal raus. Also genau die Leistungen, die viele mit der PKV verbinden: Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer, Heilpraktiker, erweiterte Zahnleistungen. Ja, sie sind medizinisch sinnvoll oder super komfortabel – steuerlich spielen sie allerdings keine Rolle.
Anders ist es bei der Pflegepflichtversicherung. Sie wird vollständig berücksichtigt, weil der Leistungsumfang in beiden Systemen gleich ist.
Wichtig zu wissen: Niemand muss diese Anteile selbst berechnen. Der Versicherer ermittelt den steuerlich relevanten Betrag und meldet ihn automatisch an die Finanzverwaltung. In der Steuererklärung tauchen diese Werte in der Anlage Vorsorgeaufwand bereits vorbefüllt auf. A win is a win – zumindest an dieser Stelle.
Die meisten Stolperfallen liegen nicht im geliebten ELSTER-Formular, sondern im Detail. Und genau diese Details sorgen später oft für Verwirrung.
Beitragsrückerstattungen zum Beispiel. Sie fühlen sich gut an, keine Frage. Steuerlich haben sie aber eine klare Wirkung: Sie senken den Betrag, der im Jahr der Auszahlung als Vorsorgeaufwendung berücksichtigt wird. Das passiert in der Regel automatisch über die gemeldeten Versicherungsdaten. Trotzdem lohnt es sich, genau hinzuschauen, denn viele wundern sich später, warum der Steuerabzug plötzlich niedriger ausfällt als gedacht.
Dann die Selbstbehalte. Viele denken: Was ich selbst zahle, spare ich mir später über die Steuer zurück. Aber Achtung – das stimmt in der Regel nicht. Denn selbst getragene Behandlungskosten gelten nicht als Vorsorgeaufwendungen und tauchen deshalb in der Steuererklärung auch nicht als absetzbare Position auf. Nur in seltenen Ausnahmefällen, wenn diese Kosten eine individuelle Belastungsgrenze überschreiten, können sie steuerlich berücksichtigt werden. Für die meisten bleibt es schlicht bei einer privaten Ausgabe ohne steuerlichen Effekt.
Dann sind da noch die Höchstgrenzen für sonstige Vorsorgeaufwendungen: 1.900 Euro für Angestellte und Beamt:innen, 2.800 Euro für Selbstständige. Liegen die gezahlten Beiträge zur Basis-Kranken- und Pflegeversicherung darunter, können unter Umständen auch Zusatz- oder Entlastungstarife berücksichtigt werden. Gerade bei Selbstständigen mit hohen Selbstbehalten oder bei Beamt:innen mit Beihilfe wird dieser Spielraum häufig unterschätzt – obwohl er in der Praxis durchaus relevant sein kann.
Unterm Strich heißt das für privat Versicherte: Steuerlich zählt nicht der Tarif, sondern der Umfang an Leistungen, die enthalten sind. Absetzbar ist nur der Basisanteil, Rückerstattungen schmälern den Abzug und selbst getragene Kosten bringen in der Regel keinen Steuervorteil. Wer das weiß, erlebt bei der Steuererklärung weniger Überraschungen – und spart sich falsche Erwartungen.
Für Vermittler:innen liegt die Herausforderung weniger in der Berechnung als in der Kommunikation. „PKV-Beiträge sind steuerlich absetzbar“ ist korrekt. „Die PKV spart automatisch spürbar Steuern“ ist es nicht.
Wer diesen Unterschied bei Beratungen nicht klar macht, weckt Erwartungen bei Kund:innen, die das Steuerrecht später leider nicht erfüllt. Gute Beratung heißt hier vor allem sauber zu trennen, was versicherungsfachlich sinnvoll ist und was steuerlich tatsächlich wirkt – und offen benennen, wo die Grenzen liegen. Nicht als Steuerberatung, sondern als ehrliche Einordnung. Genau das sorgt für Ruhe, Vertrauen und realistische Entscheidungen.
Am Ende geht es bei der steuerlichen Absetzbarkeit der PKV nicht um Tricks oder Optimierung, sondern um Verständnis. Wer weiß, was zählt und was bewusst außen vor bleibt, geht entspannter durch die Steuerzeit. Und dabei helfen wir bei Noli: mit klarer Beratung, ohne Versprechen, die später korrigiert werden müssen – und mit dem Blick auf das, was für dich wirklich relevant ist.
Bei Noli revolutionieren wir das Versicherungserlebnis, indem wir moderne digitale Lösungen mit persönlichem Service verbinden. Als unabhängiger Versicherungsmakler arbeiten wir mit den führenden Versicherern Deutschlands zusammen, um dir Zugang zu den besten Versicherungslösungen ohne Aufwand zu bieten. Unser Fokus liegt auf Transparenz, Agilität und kundenzentrierten Lösungen, sodass du maßgeschneiderte Versicherungsberatung für private oder geschäftliche Zwecke erhältst.
Unsere digitale Plattform ermöglicht es dir, deine Versicherungen schnell und einfach zu verwalten, während unser Expertenteam jederzeit für persönliche Beratung zur Verfügung steht. Dabei legen wir großen Wert auf den Aufbau langfristiger, vertrauensvoller Beziehungen, damit du dich stets sicher und gut abgesichert fühlst. Vertrauen in unsere Expertise garantieren wir durch jahrelange Erfahrung bei Top-Versicherern und daraus resultierende starke Partnerschaften. Deshalb sind wir stolz, Finalist des Jungmakler-Awards 2022 gewesen zu sein und unseren Platz in renommierten Fachformaten wie Profino, Procontra und Asscompact verdient zu haben.
Mit Noli wird deine Welt der Absicherung einfach, transparent und vertrauenswürdig.